Building Inner Strength: How My Personal Order Became My Power

Internal Order: Moving from Fear of Authority to Self-Mastery

I have always been good at following the rules of the world, but often failed to maintain my own. I recently witnessed an absurd situation: two drivers, flushed with anger, refused to budge an inch in a narrow street. They stood their ground stubbornly until a single police car appeared—then, suddenly, they both scrambled to give way.

Looking back, I realized I lacked an “internal order.” It was easy to follow the world’s rules because they were already laid out. However, one’s internal order is something that must be built personally; it becomes a habit, then a character, and ultimately decides one’s destiny. Yet, even the concept of internal order was foreign to me.

I used to work hard only when someone was watching and grew lazy when they weren’t. This means I wasn’t actually “doing well”; I was merely pretending. At one point, my attitude was barely worth the minimum wage—perhaps not even that, considering my lack of integrity when unobserved. Reflecting on those distant days of being petty, narrow-minded, and irresponsible, I realize how profoundly one’s mindset dictates life.

Even now, I rely on external support. Since I cannot yet fully monitor myself, I seek guidance from a senior mentor. I conform to external forces while steadily cultivating my inner strength. As that inner strength grows, a time will come when my internal order aligns with the world’s order. A world will unfold where I become the “external force” that supports others.

When I see someone relying solely on external authority, I see my past self. That is why I gently nudge them to awaken their consciousness and build self-reliance. I only recognized and grew my own inner strength through the help of mentors, often without even realizing it. Through this cycle of giving back, I dream of a world where inner strength becomes a force for others.

Today, watching the bus and the car confront each other and then vanish as if nothing happened once the police arrived was both funny and sad. Seeing them struggle under external pressure without an ounce of self-will, I gained another realization today and focused on my practice.

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Innere Stärke aufbauen: Wie meine persönliche Ordnung zu meiner Kraft wurde

Ich habe die Ordnung dieser Welt stets gut eingehalten, doch meine eigene Ordnung konnte ich oft nicht bewahren. Neulich beobachtete ich eine absurde Situation: Zwei Autofahrer standen sich mit vor Zorn geröteten Gesichtern gegenüber und weigerten sich, auch nur einen Zentimeter nachzugeben. Sie beharrten stur auf ihrem Platz, bis plötzlich ein Polizeiauto auftauchte – dann versuchten beide auf einmal, dem anderen den Vortritt zu lassen.

Rückblickend erkenne ich, dass mir eine „innere Ordnung“ fehlte. Es war einfach, den Regeln der Welt zu folgen, da sie bereits vorgegeben waren. Die eigene Ordnung hingegen muss man selbst erschaffen; sie wird zur Gewohnheit, zum Charakter und entscheidet letztlich über das Schicksal. Doch mir war das Konzept einer inneren Ordnung völlig fremd.

Früher arbeitete ich nur fleißig, wenn jemand zusah, und wurde träge, wenn ich unbeobachtet war. Das bedeutet, dass ich nicht wirklich „gut“ war, sondern nur so tat als ob. Es gab Zeiten, in denen meine Einstellung kaum den Mindestlohn wert war – vielleicht nicht einmal das, wenn man meine mangelnde Aufrichtigkeit an unbeobachteten Momenten bedenkt. Wenn ich auf jene fernen Tage zurückblicke, in denen ich kleinlich, engstirnig und verantwortungslos war, spüre ich, wie sehr die eigene Geisteshaltung das Leben bestimmt.

Auch heute verlasse ich mich noch auf Hilfe von außen. Da ich mich selbst noch nicht vollständig prüfen kann, lasse ich mich von einem erfahrenen Mentor korrigieren. Ich füge mich den äußeren Kräften, während ich stetig meine innere Kraft (Naeryeok) aufbaue. Wenn diese innere Kraft wächst, wird die Zeit kommen, in der meine persönliche Ordnung mit der Weltordnung eins wird. Es wird sich eine Welt entfalten, in der ich selbst zur „äußeren Kraft“ werde, die anderen hilft.

Wenn ich jemanden sehe, der sich nur auf äußere Autoritäten verlässt, erkenne ich mein vergangenes Ich wieder. Deshalb versuche ich, ihr Bewusstsein sanft zu wecken, damit sie ihre eigene Selbständigkeit und innere Kraft entwickeln. Auch ich habe meine innere Kraft nur durch die – oft unbewusste – Hilfe meiner Mentoren erkannt und kultiviert. Durch diesen Kreislauf des Weitergebens erschaffe ich eine Welt, in der innere Stärke zur Kraft für andere wird.

Heute war es gleichzeitig lustig und traurig zu sehen, wie sich der Bus und der Pkw ohne jede Nachgiebigkeit gegenüberstanden, nur um beim Erscheinen der Polizei so zu tun, als wäre nichts gewesen. In ihrem Kampf mit der äußeren Kraft, ohne einen Funken eigener Einsicht, habe ich heute wieder eine Lehre gezogen und mich auf meine Übung (Seonsusim-Houn-gi) konzentriert.