Why we live life backward—and how I finally found the front.

Finding the Purpose I Never Learned in School

As a child, I was so attached to my mother that I dreaded going to school. But as I grew older, I began to avoid my home to escape the shadows of my father’s violence and my mother’s tears. I wandered aimlessly, living a life without a destination, searching for meaning for a very long time.

Looking back, my lack of purpose stemmed from a lack of deep reflection on what life truly is. I spent my time in shallow circles, chasing fleeting pleasures, and was eventually pushed into university, the military, and the workplace. Life felt like nothing more than a breathless struggle to survive.

What I truly needed wasn’t English vocabulary, math formulas, or science. I needed lessons on the purpose and direction of life—answers that couldn’t be found in a classroom focused on memorization and competition. So, I looked elsewhere. Through counseling in college and discovering the path of “Suryeon” (discipline/training) from a mentor in the military, I slowly began to piece together my motivation and purpose.

Most of us delay the most important question—”Why do I live?”—making excuses like studies, work, or family. We only stop to reflect when we reach the edge of a cliff and cry out, “I can’t live like this anymore.” We live life backward, putting the most vital task at the very end.

The way we distribute our time is our purpose and direction. Today, I ask myself: Is my life focused on discipline, growth, and spirituality? Even in the midst of a busy life, I maintain my inner focus through “Uisu-danjeon” (mindfulness on the core) and “Naegwan-bancheong” (inner reflection), prioritizing the cultivation of the heart before the flow of energy.

Today, right now, is the most important moment. I choose to love my current self fully, letting that overflowing love spill out into the world. I reach out to those pushed to the edge, walking together with them.

Everyone has wounds in their heart. We heal ourselves and extend a warm hand to others. In the end, healing another becomes the way we heal ourselves. We move forward together. I truly support your own journey toward purpose and direction. Everything will be okay!

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Die Suche nach dem Lebenssinn, den ich in der Schule nie gelernt habe

Als Kind war ich so sehr an meine Mutter gebunden, dass ich mich weigerte, von ihrer Seite zu weichen und zur Schule zu gehen. Doch als ich älter wurde, begann ich, mein Zuhause zu meiden, um der Gewalt meines Vaters und den Tränen meiner Mutter zu entfliehen. Ich verbrachte meine Tage ziellos auf der Straße und suchte lange Zeit nach einem Sinn in einem Leben, das keinen zu haben schien.

Dass mir damals der Lebenssinn fehlte, lag daran, dass ich das Leben noch nicht verstand und es mir an tiefem Nachdenken darüber mangelte. Ich umgab mich mit Gleichgesinnten, und unsere Gespräche waren oberflächlich, immer auf der Suche nach flüchtigem Vergnügen. Gejagt von den Erwartungen der Gesellschaft, stürzte ich mich in die Universität, den Militärdienst und das Berufsleben. Das Leben fühlte sich nur noch wie ein mühsamer Kampf ums nackte Überleben an.

Was ich damals brauchte, waren keine englischen Vokabeln, mathematischen Formeln oder Naturwissenschaften. Ich brauchte Unterricht über den Zweck und die Richtung des Lebens. Das war eine Antwort, die ich in einer Schule, die auf Auswendiglernen und Wettbewerb fixiert war, nicht finden konnte. Also suchte ich außerhalb der Schule danach. An der Universität fand ich Beratung, und im Militär lernte ich durch einen erfahrenen Mentor den Weg der “Suryeon” (der geistigen Disziplin) kennen. Schritt für Schritt fand ich so die Motivation und den Zweck meines Daseins.

Vielleicht schieben wir alle die wichtigste Frage nach dem Sinn des Lebens immer wieder auf – unter dem Vorwand von Studium, Arbeit oder Familie – bis wir am Abgrund stehen und erklären: “So kann ich nicht mehr weiterleben.” Erst dann beginnen wir, über unser Leben nachzudenken. Wir führen ein Leben, das auf dem Kopf steht: Die wichtigste Aufgabe stellen wir an die letzte Stelle.

Wie wir unsere Zeit verteilen, das ist unsere Richtung und unser Ziel. Heute frage ich mich wieder: Ist mein Leben auf Disziplin, Wachstum, Fortschritt und Spiritualität ausgerichtet? Selbst während ich meinem Lebensunterhalt nachgehe, bewahre ich durch “Uisu-danjeon” (Konzentration auf das Zentrum) und “Naegwan-bancheong” (innere Einkehr) meine innere Ruhe. Ich kultiviere erst mein Herz, bevor ich meine Energie fließen lasse.

Der wichtigste Tag ist heute, der wichtigste Moment ist das Jetzt. Ich liebe mein gegenwärtiges Ich von ganzem Herzen und lasse diese überfließende Liebe in die Welt hinausstrahlen. Ich reiche denen die Hand, die sich am Abgrund befinden, und lebe das Leben gemeinsam mit ihnen.

Jeder trägt Wunden im Herzen. Wir heilen uns selbst und reichen anderen eine warme Hand. Den anderen zu heilen, bedeutet letztlich, sich selbst zu heilen. Denn wir gehen diesen Weg gemeinsam. Ich unterstütze dich von ganzem Herzen auf der Suche nach deiner eigenen Richtung und deinem Lebenssinn! Alles wird gut werden!