Beyond Past Hurt: Healing Through Prayer, Meditation, and Spiritual Growth

Last night, a person who used to cause me great distress appeared in my dream. In the dream, I bit their nose. Sometimes, dreams have a mysterious way of cleansing and healing the unspoken wounds left within us.

Looking back, choosing not to repay evil with evil, but leaving judgment to God, became a crucial stepping stone that helped me grow to the next level. I am reminded that goodness exists because evil exists, and that navigating both allows us to recognize the beauty and preciousness of life as a gift. With this deep gratitude, I begin my daily practice of Seseon-beop (Mind-Body Energy Cultivation) as soon as I open my eyes.

Today, I completed three consecutive sets of physical and energy practice—Seseon-beop, Hoegoen-jeongsim-beop, and Goseong-beop—along with three core meditation sessions. Practicing these sequentially without pause created a profound sense of fullness, as if forming a strong, capacious vessel for the spiritual practice of the day.

Filled with this revitalized energy, I attended the early morning prayer service and spent time in Quiet Time (QT) meditation. Waiting for me was a scripture passage that perfectly echoed my dream:

Deuteronomy 21:15–23 (The Right of the Firstborn & Handling Evil)

Key Verse: “You must purge the evil from among you.” (v. 21)

Reflection: In a world where good and evil coexist, striving toward goodness is the very path God desires and delights in.

Application & Resolve: Purge evil and step forward into goodness. Continue building healthy spiritual habits and become a source of grace to everyone I meet today.

It has been two years since my mother and I started sharing daily scripture reflections together. When I underwent spiritual training at church, she stood by me as my prayer supporter. Prayer possesses immense power. At first, I didn’t fully realize its strength, but now I know it deeply. Prayer rooted in faith carries true authority and the power to overcome negative spiritual forces. As Jesus said when driving out evil spirits:

“He replied, ‘This kind can come out only by prayer.’” (Mark 9:29)

There are stages of growth and maturity in prayer. It begins with praying for oneself, expands to praying for loved ones, and eventually evolves into praying for the wider world—just as love naturally overflows and reaches outward as it grows.

In our mind-body practice (Seokmun Hoheup), following the path to becoming an awakened, complete human being (Yangshin) is the ultimate goal, while in Christianity, becoming sanctified and walking in the footsteps of Jesus represents the highest spiritual state. Both paths demand the utmost divine nature and purity of heart.

Some may wonder how these two practices can coexist. However, I intuitively feel that when the power of prayer and scripture merges with dedicated mind-body cultivation, the flow of my practice deepens and moves in an even higher direction. When we look past rigid dogma and focus on drawing closer to God, we realize that all true spiritual paths ultimately converge toward the same divine light.

Today, I take another step closer to God.

2. German Version

Title: Über alte Wunden hinaus: Heilung durch Gebet, Meditation und geistiges Wachstum

Heute Nacht erschien in meinem Traum eine Person, die mir in der Vergangenheit viel Leid zugefügt hat. Im Traum habe ich ihr in die Nase gebissen. Manchmal besitzen Träume die wunderbare Kraft, tief in uns verborgene Wunden zu heilen.

Dass ich damals nicht Böses mit Bösem vergolten, sondern das Urteil Gott überlassen habe, war ein entscheidender Schritt, der mich geistig wachsen ließ. Es erinnert mich daran, dass das Gute erst durch die Existenz des Bösen erfahrbar wird und dass beide Aspekte uns lehren, das Leben als ein kostbares Geschenk zu schätzen. Mit diesem Gefühl der Dankbarkeit beginne ich gleich nach dem Aufwachen meine tägliche Energie- und Meditationspraxis (Seseon-beop).

Heute habe ich nacheinander die drei Bewegungs- und Energieübungen – Seseon-beop, Hoegoen-jeongsim-beop und Goseong-beop – sowie drei Hauptmeditationen absolviert. Die durchgängige Praxis schenkte mir ein tiefes Gefühl der Erfüllung, so als würde sich ein starkes Gefäß bilden, das die geistige Kraft für den gesamten Tag aufnehmen kann.

Gestärkt durch diese innere Energie nahm ich am Frühgebet teil und vertiefte mich in die Bibelmeditation. Dort wartete eine Bibelstelle auf mich, die genau zu meinem Traum passte:

5. Mose 21,15–23 (Das Recht des Erstgeborenen & Die Ausrottung des Bösen)

Leitvers: „So sollst du das Böse aus deiner Mitte ausrotten.“ (V. 21)

Impuls: In einer Welt, in der Gutes und Böses koexistieren, ist das Streben nach dem Guten genau der Weg, den Gott sich wünscht.

Anwendung & Entschluss: Das Böse ablegen und dem Guten nachjagen. Geistliche Gewohnheiten pflegen und für jeden Menschen, dem ich heute begegne, ein Segen sein.

Seit nunmehr zwei Jahren teile ich täglich Bibelimpulse mit meiner Mutter. Als ich damals an einem Glaubenskurs in der Gemeinde teilnahm, war sie meine Gebetspartnerin. Das Gebet besitzt eine immense Kraft. Anfangs war mir das nicht vollkommen bewusst, doch heute weiß ich es umso tiefer: Ein im Glauben gesprochenes Gebet besitzt Autorität und die Macht, dunkle Einflüsse zu überwinden. Wie Jesus einst sagte:

„Er antwortete ihnen: Diese Art kann durch nichts austreiben werden als durch Gebet.“ (Markus 9,29)

Das Gebet durchläuft Phasen des Wachstums und der Reife. Es beginnt mit der Bitte für sich selbst, weitet sich aus auf die Menschen, die wir lieben, und umfasst schließlich die gesamte Welt – genau wie die Liebe, die, wenn sie das Herz erfüllt, ganz natürlich nach außen strahlt.

In unserer östlichen Meditations- und Atemlehre (Seokmun Hoheup) streben wir nach der Entfaltung des wahren Selbst (Yangshin) und der Vollendung des Menschen. Im christlichen Glauben ist es die Heiligung und das Nachfolgen Jesu. Beide Wege erfordern höchste Reinheit des Herzens und das Streben nach dem Göttlichen.

Manche mögen sich fragen, wie sich diese beiden Wege vereinen lassen. Doch ich spüre intuitiv, dass das Wort Gottes und die Kraft des Gebetes meine Meditationspraxis bereichern und auf eine noch höhere Ebene heben. Wenn wir starre Dogmen hinter uns lassen und das Ziel suchen, Gott näherzukommen, erkennen wir, dass alle wahrhaften Pfade geistiger Reifung in dieselbe Richtung weisen.

Heute mache ich einen weiteren Schritt auf Gott zu.


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