The World Won’t Stop for You, But You Must.

Even a brief pause makes us hesitate. We feel as if we must keep running. For a long time, we haven’t allowed ourselves to stop. From the back of a racing horse, the scenery remains unseen. A mind focused solely on the finish line dissolves the reality of living.

Unless we stop, we cannot know. We remain blind to our current situation. In truth, stopping is often not permitted. Even during a brief vacation, there is no room for leisure as we fill it with plans to do things we haven’t done. Thus, most of our lives are spent in a relentless, spinning hamster wheel.

Only now do I stop and look back. I longed for a better life, a better version of myself—or rather, I thirsted to find my true self. Thankfully, that longing brought me to a standstill. If we do not stop consciously, the world will force us into an unconscious halt. It comes in forms such as death or near-death experiences, health issues, breakups, retirement, bankruptcy, betrayal, frustration, and despair—situations that compel us to stop.

Before these great trials of unconscious stopping arrived, there were continuous moments of conscious, practiced stillness. Those pauses for practice led me toward the light. This light pulls me out of the hamster wheel and gifts me with a true pause. In this stillness, my true self is revealed, and I am reborn into a new life. Reflecting on my past within this pause, my Jing, Qi, and Shen (vitality, energy, and spirit) explode, expand, and evolve.

What must stop, will eventually stop. To be able to stop consciously is a great blessing. Today, I paused for a moment again. In that stillness, I observe myself and look at the world objectively. A brief pause awakens my awareness and allows me to feel consciously alive.

“Keep going, steady and slow”—constant progress is good, but today, I stop everything for a moment. In that stillness, I savor the ecstasy and joy of life, recharging the power to move forward once again.

<DE>

Die Welt hält nicht für dich an, aber du musst es tun.

Selbst ein kurzes Innehalten lässt uns zögern. Wir haben das Gefühl, wir müssten immer weiterrennen. Es ist uns schon lange nicht mehr erlaubt worden, einfach anzuhalten. Auf dem Rücken eines Rennpferdes bleibt einem der Blick auf die Landschaft verwehrt. Ein Geist, der nur auf das Ziel fixiert ist, lässt das eigentliche Leben in der Realität dahinschmelzen.

Wenn wir nicht anhalten, wissen wir nicht, wo wir stehen. Wir bleiben blind für unsere eigene Situation. In Wahrheit wird das Anhalten oft nicht gestattet. Selbst im kurzen Urlaub gibt es keine echte Muße, da wir Pläne schmieden, um all das nachzuholen, was wir sonst nicht schaffen. So verbringen wir den Großteil unseres Lebens in einem endlosen Hamsterrad.

Erst jetzt halte ich inne und blicke zurück. Ich habe mich nach einem besseren Leben und einer besseren Version meiner selbst gesehnt – oder vielmehr danach, mein wahres Ich zu finden. Dankbarerweise hat mich diese Sehnsucht zum Stillstand geführt. Wenn wir nicht bewusst anhalten, wird uns die Welt unbewusst zum Stillstand zwingen. Dies geschieht in Form von Krankheit, Trennung, Ruhestand, Bankrott, Verrat, Frustration oder Verzweiflung – Situationen, die uns unweigerlich zum Stoppen bringen.

Bevor diese großen Prüfungen des unbewussten Stillstands eintraten, gab es immer wieder Momente des bewussten Innehaltens durch Übung. Diese Momente der Stille führten mich zum Licht. Dieses Licht zieht mich aus dem Hamsterrad heraus und schenkt mir das wahre Innehalten. In dieser Stille offenbart sich mein wahres Wesen, und ich werde zu einem neuen Leben wiedergeboren. Während ich in diesem Zustand auf mein bisheriges Leben zurückblicke, erfahren meine Lebensenergien – Jing, Qi und Shen – eine explosive Steigerung und Ausdehnung.

Was anhalten muss, wird letztlich anhalten. Bewusst innehalten zu können, ist ein großes Privileg. Auch heute habe ich kurz innegehalten. In dieser Stille betrachte ich mich selbst und die Welt aus einer objektiven Perspektive. Das kurze Innehalten weckt meine Achtsamkeit und lässt mich bewusst spüren, dass ich am Leben bin.

“Keep going, steady and slow” – stetiges Vorankommen ist gut, aber heute halte ich für einen Moment alles an. In dieser Stille genieße ich die Ekstase und die Freude des Lebens und lade die Kraft auf, um wieder voranzuschreiten.


댓글

댓글 남기기