
How can we possibly avoid comparison? Comparison is an ability instinctively embedded within us. The wisdom that tells us “do not compare yourself with others” often conflicts with this very instinct. Perhaps, like a jewel that only shines when polished daily, we must constantly refine our minds. As long as we maintain a rigid distinction between ‘self’ and ‘other,’ the demons of the mind will persistently find us.
Dissolving the boundary between self and others is no easy feat. Only when we reach a deep state of Oneness (U-A-Il-Che) does that boundary begin to crumble. When ‘the other’ becomes ‘me,’ the need for comparison naturally fades. Yet, even then, we find ourselves comparing within—the ‘me’ of today competing with the ‘me’ of yesterday. In this world of relativity, comparison is as natural as breathing.
To me, the teaching “do not compare” sounds like a call to move forward with detachment, acknowledging that comparison is inevitable. When the boundaries blur and we proceed with a mind that isn’t stolen by comparison, the vessel of our heart expands. We become unshaken by jealousy, anger, heartbreak, discrimination, evaluation, or rumors.
The ‘me’ of yesterday often places a heavy burden on the ‘me’ of today. This relentless drive forces a comparison between the two. Today, I receive the tasks passed to me by my past self and hand them over to my future self. In this process, comparison continues, spinning in a spiral that propels me toward growth. Therefore, comparing myself not with others, but with my past self, becomes a powerful motivation to move forward.
Another thing we naturally compare is the value of our time. Living in a world where we are evaluated by hourly wages and annual salaries, we are consumed by the idea that time is purely a commodity. We invest and sacrifice time as if saving money, but in doing so, our focus shifts entirely to the future, and our present life vanishes. Happiness and true existence are found when we recognize our ‘being here’ in the given time, using it joyfully until we lose track of time in a state of flow (Mua-Ji-Gyeong). I choose not to struggle by comparing the value of my time, but to live fully in the present through the practice of ‘being here.’
As I open my eyes, I reflect on myself starting the day with comparison. Since comparison is natural, I will use it as a foundation for growth and spend today living happily in the “now.” Have a wonderful weekend!
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Hör auf, gegen deine Instinkte zu kämpfen: Die Kunst des positiven Vergleichs
Wie könnten wir es jemals vermeiden, uns zu vergleichen? Der Vergleich ist eine Fähigkeit, die instinktiv in uns verankert ist. Die Weisheit, die uns sagt: „Vergleiche dich nicht mit anderen“, steht oft im Widerspruch zu genau diesem Instinkt. Vielleicht müssen wir unseren Geist ständig verfeinern, so wie ein Juwel, das nur glänzt, wenn es täglich poliert wird. Solange wir eine strikte Trennung zwischen dem „Ich“ und dem „Anderen“ aufrechterhalten, werden uns die Dämonen des Geistes beharrlich finden.
Die Grenze zwischen sich selbst und anderen aufzulösen, ist kein leichtes Unterfangen. Erst wenn wir einen tiefen Zustand der Einheit (U-A-Il-Che) erreichen, beginnt diese Grenze zu bröckeln. Wenn „der Andere“ zu „mir“ wird, schwindet das Bedürfnis nach Vergleich ganz natürlich. Doch selbst dann finden wir uns in inneren Vergleichen wieder – das „Ich“ von heute im Wettbewerb mit dem „Ich“ von gestern. In dieser Welt der Relativität ist der Vergleich so natürlich wie das Atmen.
Für mich klingt die Lehre „vergleiche dich nicht“ wie ein Ruf, mit Gelassenheit voranzuschreiten, in dem Wissen, dass Vergleiche unvermeidlich sind. Wenn die Grenzen verschwimmen und wir mit einem Geist vorangehen, der sich nicht vom Vergleich beherrschen lässt, weitet sich das Gefäß unseres Herzens. Wir werden unerschütterlich gegenüber Eifersucht, Zorn, Herzschmerz, Diskriminierung, Bewertung oder Gerüchten.
Das „Ich“ von gestern legt dem „Ich“ von heute oft eine schwere Last auf. Dieser unerbittliche Drang erzwingt einen Vergleich zwischen den beiden. Heute nehme ich die Aufgaben an, die mir mein vergangenes Ich übergeben hat, und reiche sie an mein zukünftiges Ich weiter. In diesem Prozess setzt sich der Vergleich fort und dreht sich in einer Spirale, die mich zum Wachstum antreibt. Daher wird der Vergleich nicht mit anderen, sondern mit meinem vergangenen Ich zu einer starken Motivation, um voranzukommen.
Ein weiterer Aspekt, den wir natürlicherweise vergleichen, ist der Wert unserer Zeit. In einer Welt, in der wir nach Stundenlöhnen und Jahresgehältern bewertet werden, sind wir von der Vorstellung besessen, dass Zeit rein eine Ware ist. Wir investieren und opfern Zeit, als ob wir Geld sparen würden, aber dabei verlagert sich unser Fokus vollständig auf die Zukunft, und unser gegenwärtiges Leben verschwindet. Glück und wahre Existenz finden wir, wenn wir unser „Hiersein“ in der gegebenen Zeit erkennen und sie freudvoll nutzen, bis wir in einem Zustand des Flows (Mua-Ji-Gyeong) das Zeitgefühl verlieren. Ich entscheide mich dafür, nicht mit dem Wert meiner Zeit zu hadern, sondern durch die Praxis des „Hierseins“ ganz in der Gegenwart zu leben.
Wenn ich die Augen öffne, reflektiere ich über mich selbst, wie ich den Tag mit einem Vergleich beginne. Da Vergleiche natürlich sind, werde ich sie als Fundament für mein Wachstum nutzen und den heutigen Tag glücklich im „Jetzt“ verbringen. Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende!

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